Für viele lokale Unternehmen ist das Google Unternehmensprofil der erste Kontaktpunkt mit einem potenziellen Kunden – noch bevor jemand die Website öffnet.
Adresse, Öffnungszeiten, Bewertungen, Telefonnummer, Fotos und Leistungen stehen direkt im Suchergebnis. Genau deshalb sollte das Profil nicht wie ein Eintrag behandelt werden, den man einmal anlegt und danach fünf Jahre vergisst.
Die Basis muss stimmen
Prüfen Sie zuerst die einfachsten Angaben:
- Unternehmensname
- Hauptkategorie
- zusätzliche Kategorien
- Adresse oder Einzugsgebiet
- Telefonnummer
- Website
- Öffnungszeiten
- Leistungen
- Beschreibung
Die Daten sollten mit der Website übereinstimmen.
Wenn auf der Website eine neue Telefonnummer steht, im Profil aber noch die alte, entsteht unnötige Reibung. Dasselbe gilt für Leistungen, Kategorien und Standortinformationen.
Die richtige Kategorie ist wichtiger als Keyword-Spielereien
Eine passende Hauptkategorie erklärt Google präziser, was das Unternehmen ist.
Versuchen Sie nicht, den Firmennamen mit Suchbegriffen zu erweitern, die nicht zum tatsächlichen Namen gehören. Eine klare Kategorie und echte Unternehmensdaten sind die bessere Grundlage.
Leistungen konkret beschreiben
Ein Profil sollte nicht nur sagen: „Wir bieten hochwertige Lösungen.“
Wenn ein Unternehmen Webdesign, SEO-Beratung und technische Website-Optimierung anbietet, können diese Leistungen verständlich benannt werden.
Kunden suchen selten nach „ganzheitlichen Lösungen“. Sie suchen nach einer konkreten Antwort auf ein konkretes Problem.
Bewertungen systematisch aufbauen
Bewertungen sind kein Dekorationselement.
Sie helfen Interessenten, Qualität und Zuverlässigkeit einzuschätzen.
Bitten Sie zufriedene Kunden aktiv um eine ehrliche Bewertung. Kaufen Sie keine Reviews und veröffentlichen Sie keine erfundenen Erfahrungsberichte.
Hilfreich ist, wenn Bewertungen auf echte Aspekte eingehen:
- Kommunikation
- Ergebnis
- Zuverlässigkeit
- Ablauf
- konkrete Leistung
Antworten Sie sachlich und menschlich – auch auf Kritik.
Fotos und visuelle Aktualität
Ein Profil mit veralteten oder beliebigen Bildern wirkt schnell ungepflegt.
Je nach Unternehmen sind sinnvoll:
- Außenansicht
- Innenraum
- Team
- Projekte
- Produkte
- Arbeitsprozess
- aktuelle Ausstattung
Für Dienstleister ohne Ladenlokal können Projektbilder oder Einblicke in die Arbeit mehr Aussagekraft haben als generische Stockfotos.
Wien nicht künstlich in jeden Satz schreiben
Local SEO bedeutet nicht, in jeder zweiten Zeile „Wien“ zu wiederholen.
Wichtiger ist, dass Standort, Einzugsgebiet, Leistungen und reale lokale Erfahrung nachvollziehbar sind.
Wenn ein Betrieb tatsächlich mehrere Bezirke betreut, kann das auf der Website sinnvoll erklärt werden. Dafür braucht es nicht automatisch 23 nahezu identische Bezirksseiten.
Die Website bleibt wichtig
Das Unternehmensprofil ersetzt die Website nicht.
Die Website kann wesentlich tiefer erklären:
- Leistungen
- Preise
- Prozesse
- Referenzen
- Fallbeispiele
- häufige Fragen
- Ansprechpartner
Das Profil bringt Nutzer zur Entscheidung oder zur Website. Die Website liefert anschließend die Tiefe.
Regelmäßig prüfen
Ich würde das Profil mindestens dann kontrollieren, wenn sich etwas ändert:
- neue Leistung
- neue Telefonnummer
- neue Öffnungszeiten
- neuer Standort
- Relaunch
- neue Domain
- geänderte Positionierung
Zusätzlich lohnt ein gelegentlicher Blick, ob vorgeschlagene Änderungen oder veraltete Angaben aufgetaucht sind.
Fazit
Ein gutes Google Unternehmensprofil ist keine Sammlung von SEO-Tricks.
Es ist vor allem ein aktueller, eindeutiger und vertrauenswürdiger Datensatz über ein reales Unternehmen.
Für lokale Sichtbarkeit in Wien gehört es deshalb gemeinsam mit einer starken Website, sauberen Leistungsseiten und echten Bewertungen zur Basis.
Wenn Sie lokale Sichtbarkeit systematisch verbessern möchten, ist das Teil meiner SEO-Arbeit für Unternehmen in Wien.
Quellen
- Google Business Profile Help: https://support.google.com/business/
- Google Search Essentials: https://developers.google.com/search/docs/essentials